Review: Born Ruffians – JUICE

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Review: Born Ruffians – JUICE

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Indierock-Selbstvergewisserung

Trump, Brexit, Klimawandel, jetzt auch noch Corona. „What a stinkin’ time to be alive“, konstatieren Sänger Luke Lalonde und seine Born Ruffians denn auch im Song ›Squeaky‹. Alles Mist also? Eben nicht. Und das ist eine Stärke des neuen Albums der Kanadier. Es ist ermutigend, es zieht einen nicht runter oder nervt mit Sarkasmus. „The world can be so big and mean/The beautiful things in between the lines/Blow the dust/Shine the light“, ist sich Lalonde schon im eröffnenden ›I Fall In Love Every Night‹ sicher.

Und wenn diese schönen Dinge auch nur ein Saxophonsolo an der richtigen Stelle oder sanfter Chorgesang sind. Musikalisch bedient sich JUICE bei Indierock in Strokes-Tradition, markante Basslinien schieben das Ganze in Richtung Post-Punk, Lieder wie ›Hey You‹ und ›I’m Fine‹ kommen dagegen leicht und poppig daher. Richtig dringlich wird’s mit erwähntem ›Squeaky‹ kurz vor Schluss, der Refrain erinnert an den Höhepunkt von ›White Rabbit‹. Nach dieser Art Katharsis steht am Ende, im Slacker-mäßigen ›Wavy Haze‹, der selbstvergewissernde Blick zurück in Zeiten von „acne prone anxiety attacks“. Man hat es von dort bis ins Jetzt geschafft, und es wird weitergehen.

7 von 10 Punkten

Born Ruffians, JUICE, YEP ROC/H’ART

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